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Imposantes Gebäude in neuem Glanz

Aussenansicht des Gebäudes

An der Nordbahnstrasse 50 in Wien 2 steht ein ehemaliges ÖBB-Verwaltungsgebäude. Aufgrund des Alters der Bausubstanz (Baujahr 1890) und der veränderten Anforderungen auch hinsichtlich neuer Erdbebennorm wurde eine Total-Renovation notwendig. Auch die bestehenden Holzbalkendecken mussten verstärkt werden um den aktuellen Normen zu genügen.

Die Vorgeschichte

Das Gebäude aus dem Jahre 1890 weist den stattlichen Grundriss von 112 x 37 m und 5-6 Stockwerke auf. Bei den bestehenden Tram- und Dippelbaumdecken galt es, bei gleichzeitiger Ertüchtigung der Tragfähigkeit auch den Schall- und Brandschutz zu verbessern. Es zeigte sich schnell, dass mit einen Holzbeton-Verbundsystem diese Eigenschaften am einfachsten zu erreichen sind. Grundbedingung für den Einsatz des Holz-Beton-Verbundsystems in der Sanierung sind möglichst gut erhaltene Holzbauteile. Bei einem ersten Augenschein im November 2007 auf der Baustelle wurde sofort klar, dass fast 100% der vorhandenen Tramdecken und Dippelbaumdecken mit Holz-Beton-Verbund verstärkt werden können.

Typische Balkenlage mit den eingenuteten Schalungen

Der Entscheid für VB

Aufgrund der Baustellensituation und der guten Erfahrungen seitens des zuständigen Statikers und des ausführenden Unternehmens in der Vergangenheit fiel die Wahl auf das Verbundsystem VB von SFS intec. Neben dem vorteilhaften System VB trugen zu diesem Entscheid sehr wesentlich die Erfahrungen mit der Fa. ANCON bei, welche das System in Österreich vertreibt und erklärter Wunschpartner war. Denn die Leistungen von ANCON gehen weit über eine konventionelle Beratung hinaus, neben der Unterstützung bei Planung und Bemessung gehört auch die Einschulung der Verarbeiter auf der Baustelle zu den selbstverständlichen Leistungen.

Deckenaufbauten und Verarbeitung

Die Decken über EG und 1.-3.OG sind Tramdecken mit Querschnitten von meist 22x27cm, e = 95cm, mit einer Schalung, die ca. 5-10 cm unter der Tramoberkante in einer gefrästen Nut in den Trämen eingelegt ist. Die Verbinder wurden somit direkt in den Tram einschraubt. Der Niveau-Unterschied, der sich aufgrund der tiefer sitzenden Schalung ergibt, wurde bereits im Vorfeld mit Styroporbeton ausgeglichen, sodass sich für die eigentliche Verbundbeton-Platte eine ebene Unterkante ergibt. Die Verbunddecke wurde mit 6 cm Plattenstärke ausgeführt. Die Decken über dem 4.OG waren Dippelbaumdecken mit Höhen zwischen 16 und 24 cm. Statisch wurden 19 cm in Rechnung gestellt. Die großen Unterschiede bei den Dippelbaumoberkanten wurden mit der Verbunddecke nicht ausgeglichen, sodass sich eine unebene Rohdeckenoberkante ergab. Der Niveauausgleich wurde mit einer oberhalb der Verbunddecke angeordneten Schicht aus Styroporbeton realisiert. In Summe wurden 118.000 Stk. Verbundelemente SFS VB-48-7,5x100 geliefert, die innerhalb von rund 3 Monaten mit 3 Maschinen vom Typ CF 40-VB eingeschraubt wurden.

Setzvorgang der Befestiger mit dem Setzgerät CF 40-VB

Fazit

Die Erfahrungen aus verangegangenen Projekten konnten von den beteiligten Unternehmen auch beim BV: Nordbahnstrasse bestätigt werden. Die Kombination der Holz-Beton-Verbundbauweise mit dem optimalen Verbundssystem VB und dem Support durch Ancon ergibt für Holzdeckensanierungen optimale Resultate. Von dieser Aufwertung der Bausubstanz dank verbesserter Eigenschaften profitieren der Besitzer und nicht zuletzt natürlich auch die zukünftigen Nutzer.

Die Decke ist zum Betonieren bereit

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